Positiv Peer Culture

Der positiv Peer Ansatz entsteht in den 1970er Jahren in den USA und bezieht sich auf die   Reformpädagogik in Deutschland. Harry Vorrath und Larry Brendtro haben den Ansatz der Gruppenpädagogik in einem großen Jugendhilfeverbund in Michigan weiterentwickelt.

Die Grundhaltung und Erziehungsphilosophie von PPC fasst Brendtro wie folgt zusammen:

„In einer positiven Jugendkultur erfahren die Jugendlichen nicht nur, dass sie ganz ähnliche Probleme und Sorgen haben, wie die anderen Jugendlichen, sie erleben auch, dass sie von anderen Jugendlichen Unterstützung und Hilfe bekommen können.“

Als Peergroup bezeichnet man die Gleichaltrigengruppe, welche sich nicht immer nach dem gleichen biologischen Alter definiert, sondern auch der Status kann ein Kriterium hierfür sein. Auf Grund dessen gelten unsere Internatsgruppen als eine Peergroup, in welcher sich die Schüler/innen befinden.

Gerade in der Pubertät lösen sich die Jugendlichen in ihrer Entwicklung immer mehr vom Elternhaus und suchen den Bezug zu den Peergroups. Um diesen Loslösungsprozess sicher zu gestalten und bewusst zu begleiten, benötigt es einen ausgeglichenen Bezug zwischen den Eltern, dem Internat und der Peergroup. Jugendliche welche primär elternbezogen oder peerbezogenen sind, haben deutlich größerer Probleme sich loszulösen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen.

Im Gruppenkontext finden sich die Schüler/innen meist mit vergleichbaren Problemen zusammen. Sie erlernen durch das Leben in der Gruppe Eigenverantwortung und arbeiten an ihrer gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit, welche Freundschaften und ein Zugehörigkeitsgefühl mit sich bringen. Viele Schüler/innen haben in der Vergangenheit bereits Ausgrenzungen erfahren und haben ein geringes Selbstwertgefühl, wir machen uns zur Aufgabe dieses Selbstwertgefühl zu steigern. Schulische Schwierigkeiten überwinden sich mit einem starken Selbstwert und dem Vertrauen in die eigenen Stärken, deutlich besser.

Durch die Vergabe von Verantwortungsbereichen und das Coachen innerhalb von der Peergroup schaffen wir für unsere Schüler/innen ein Zugehörigkeitsgefühl, welches ihnen Selbstvertrauen gibt und den Mut ihre Hilfe neuen und vielleicht auch schwächeren Schülern anzubieten.

Anderen etwas geben zu können, ihnen helfen zu können, innerhalb der Internatsgemeinschaft, wirkt sich nachhaltig auf das Selbstwertgefühl der Jugendlichen aus und sie bekommen das Gefühl der eigenen Stärke.

Somit bewirkt das helfen meist mehr, als das sich helfen lassen, da die Jugendlichen aktiv am Prozess mit beteiligt sind.

Im Rahmen unserer Arbeit bauen wir unser pädagogisches Konzept auf diese vier Säulen: